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Schloss Schönbrunn Top 10

Gemeinsam mit dem Tiergarten gehört das Schloss Schönbrunn mit seiner angrenzenden Parkanlage wahrscheinlich zu den beliebtesten Touristenzielen von Wien. Auf jeden Fall zählt es zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten von Österreich.

Die Ursprünge der Geschichte von Schönbrunn liegen in einem Jagdschloss aus dem 17. Jahrhundert. Die Pläne, daraus ein Gegenstück zu Versailles zu errichten, wurden nie durchgeführt. Es entstand jedoch das größte Schloss von Österreich, welches als kaiserliche Sommerresidenz in Wien diente.

Das heutige Aussehen ist hauptsächlich geprägt durch die Bautätigkeiten unter Kaiserin Maria Theresia im 18. Jahrhundert. Im Zuge dessen entstand eine Vielzahl der bekannten Sehenswürdigkeiten im riesigen Schlosspark. Dazu gehören unter anderem die Gloriette, der Neptunbrunnen, die Römische Ruine und der Obeliskbrunnen.

In dieser city-walks Top 10 Auflistung erhalten Sie kostenlos kurze Infos und Tipps zu den einzelnen Attraktionen für Jung und Alt. Je nach Interesse sollten Sie bis zu einem vollen Tag für ihren Besuch im Schloss und Schlosspark einplanen, für den Tiergarten mindestens einen halben Tag.

Schloss Schönbrunn

Nur ein kleiner Teil der 1441 Räume ist bei einer Besichtigung begehbar. Bei Interesse an Geschichte, Prunk und kaiserlichem Lebensstil, bekommt man hier auf jeden Fall einiges geboten. Dazu stehen 3 kostenpflichtige Tour Möglichkeiten zur Auswahl. Bei der günstigsten Imperial Tour werden 22 Räume des Schlosses mithilfe eines Audioguides und einer Tourenbeschreibung besichtigt.

Zu sehen ist unter anderem die Große Galerie, welche mit goldenem Stuck, Deckenfresken und vergoldeten Kronleuchter beeindruckt. Einst das Zentrum für kaiserliche Veranstaltungen, steht der Saal heute noch für Events zur Verfügung. Auch in der jüngeren Vergangenheit fanden hier geschichtsträchtige Begegnungen wie das Treffen zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow im Jahr 1961 statt.

Das Nussholzzimmer mit der eindrucksvollen Nussholztäfelung und den vergoldeten Wandverzierungen im Rokoko Stil sind noch im Original erhalten. In diesem Zimmer wurden bis zu hundert Audienzen des Kaisers pro Tag durchgeführt.

Das Marie Antoinette-Zimmer war das Speisezimmer für die Kaiserfamilie. Hier wurden sowohl offizielle, als auch private Tafeln abgehalten. Auf der ausgestellten gedeckten Tafel findet man Porzellan und Silber aus dem kaiserlichen Haushalt.

Die Imperial Tour dauert für gewöhnlich mindestens 30 Minuten. Falls Sie mehr Zeit und Interesse mitbringen, bietet sich die Grand Tour an, welche sowohl mit Audio Guide als auch mit Führung angeboten wird. Bei dieser Besichtigung können 40 Räume in etwa 50 Minuten bestaunt werden.

Direkt vor dem Schloss befindet sich das Große Parterre, wo auf einer riesigen Fläche penibel gestaltete Blumenbeete im barocken Stil angelegt sind. Dieser Bereich ist das Zentrum des Schlossparkes, welcher großteils kostenlos zugänglich ist und in dem sich die weiteren beschriebenen Highlights befinden.

Gloriette

Im südlichen Bereich des Parks thront auf einer Anhöhe die Gloriette, welche 1775 erbaut wurde. Sie soll an den Sieg von Österreich während des Siebenjährigen Krieges in der Schlacht von Kolin erinnern.

Im Mittelteil der Gloriette, der schon im Auftrag von Maria Theresia verglast wurde, befindet sich heute ein Kaffeehaus mit einem Gastgarten. Dort kann man sich nach dem Anstieg auf die Anhöhe bei jeder Wetterlage in imperialem Umfeld ausrasten und eine der dort angebotenen Wiener Köstlichkeiten genießen.

Alle, die noch höher hinaus wollen, können über die Stiegen auf das Dach der Gloriette gelangen. Von dort genießen Sie eine prächtige Aussicht auf das Schloss Schönbrunn. Allerdings ist der Aufgang nur von Mitte März bis Anfang November geöffnet und es wird dafür ein Eintritt verlangt.

Wer sich den Aufstieg über die Anhöhe zur Gloriette ersparen will, hat dazu folgende Möglichkeit über einen Seiteneingang, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist. Der Bus der Linie 8A fährt vom Verkehrsknotenpunkt Meidling bis zu der Station Stranitzkygasse. Von dort sind es nur wenige Gehminuten über die Hohenbergstraße zum Maria Theresia Tor. Da dieser Eingang in etwa auf selber Höhe wie die Gloriette liegt, befindet man sich gleich im höchsten Bereich vom Schlosspark und umgeht so den Anstieg. Auf dieser Route gibt es die Möglichkeit, einen Blick auf die Kleine Gloriette zu werfen. Gleich nach dem Durchschreiten des Maria Theresia Tors findet man diese rechts auf einem Nebenweg.

Tiergarten Schönbrunn

Obwohl der Tiergarten mit dem Gründungsjahr 1752 angeblich der älteste noch existierende Zoo der Welt ist, merkt man davon bei den Tiergehegen nichts. Dort wird nämlich auf artgerechte Tierhaltung nach modernsten Erkenntnissen gesetzt. Die jährlich über 2 Millionen Besucher bestätigen diese Bemühungen genauso wie die erzielten Spitzenplätze bei Vergleichen mit anderen Zoos diese Beliebtheit unterstreichen.

Auf ca. 17 Hektar Fläche werden über 700 Tierarten gehalten. Zu den beliebtesten Tieren gehören die Erdmännchen, bei denen immer etwas los ist, die Roten Pandas, die gerne in ihrem Gehege herum klettern, die Tiger, welche öfters ein Bad im Becken des Geheges nehmen, die putzigen Großen Pandas, die meistens beim Bambusfressen anzutreffen sind, und natürlich noch viele andere übliche Verdächtige wie Elefanten, Robben, Pinguine, Giraffen ...

Zu den weiteren Highlights gehört das Regenwaldhaus, welches als riesiges Glashaus über einen Berghang gestülpt ist. Dort werden das Klima des Regenwaldes inklusive Nebelschwaden und Gewittergrollen nachgeahmt sowie die entsprechenden Bewohner beherbergt. Im Vogelhaus können die farbenprächtigen Tiere ohne Gitterstäbe dazwischen beobachtet und die verschiedenen Landschaften wie die afrikanische Savanne oder die südamerikanischen Tropen erlebt werden.

An Wochenenden und in den Ferien ist auf jeden Fall mit beachtlichem Ansturm zu rechnen. Um sich das Anstellen an der Kasse zu ersparen empfiehlt es sich, die Karten online zu kaufen und so mehr Zeit für den Tiergarten zu haben.

Neptunbrunnen

Der frei zugängliche Neptunbrunnen liegt am Fuße der Anhöhe in der Achse zwischen dem Schloss und der Gloriette. Der Brunnen wurde knapp vor dem Tod der Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1780 fertig gestellt.

Das mächtige Bauwerk mit einer Länge von über 100m bildet eine beeindruckende Kulisse vor der Anhöhe mit der Gloriette. Auf einem Podest mit einigen Felsen werden überlebensgroße Statuen aus der griechischen Mythologie mit Neptun, dem Meeresgott, an der Spitze dargestellt.

Wege links und rechts vom Brunnen führen zur Rückseite auf die Ebene der Felsenformation. Von dort aus hat man nicht nur die Möglichkeit durch den Wasserfall zu sehen, sondern kann auch von zwei Aussichtspunkten tolle Fotos vom Schloss Schönbrunn mit dem großen Parterre machen. Um den Brunnen in voller Pracht zu sehen beachten Sie bitte die Betriebszeiten.

Irrgarten

Der Irrgarten ist sicher eines der Top 10 Ziele, welches besonders bei den jungen Besuchern gut ankommt. Er liegt in der Nähe des Neptunbrunnen und ist von Mitte März bis Anfang November geöffnet. Für die drei Bereiche, aus denen er besteht, muss man einmalig Eintritt zahlen.

Der Irrgarten selbst ist dem Original nachempfunden, welcher im Jahr 1720 angelegt aber leider Ende des 19. Jahrhunderts gerodet wurde. Auf 1700m² mit ca. 630m Hecken muss man sich der Aufgabe stellen, den Weg zur Mitte zu suchen. Dort wartet die Belohnung in Form einer Aussichtsplattform, von der die anderen "Herumirrenden" beobachtet werden können.

Das Labyrinth ist besonders bei den kleinen Besuchern beliebt. Hier gilt es nicht nur, den richtigen Weg zu finden, sondern sind an verschiedene Stationen spielerische Herausforderungen zu meistern. Auf 2700m² ist hier das Vergnügen für die Großen und für die Kleinen garantiert.

Last but not least können sich alle, die noch Ausdauer beweisen, am Labyrinthikon Spielplatz austoben.

Für alle Kinder ist der Irrgarten wahrscheinlich gleich nach dem Tiergarten das beliebteste Ziel im Schlosspark.

Wüstenhaus

Das Wüstenhaus befindet sich gleich in der Nähe vom Palmenhaus. Das im Jahr 1904 erbaute Sonnenuhrhaus wurde von Kaiser Franz Joseph I. in Auftrag gegeben und diente damals als Überwinterungshaus für exotische Pflanzen. In den Jahren von 2000 bis 2003 wurde das Sonnenuhrhaus zum heutigen Wüstenhaus umgebaut. In diesem werden Tiere und Pflanzen aus Wüstengegenden anschaulich präsentiert.

Zu diesem Zweck führt ein Weg durch liebevoll gestaltete Landschaften mit Pflanzen und Tieren von Trockenlebensräumen aus verschiedenen Kontinenten. Dazu gehören die Saugbarben Fische, welche sich in einem Becken im Eingangsbereich befinden. Wer keine Berührungsängste hat, kann dort seine Hände hineinhalten, um von den Fischen angeknabbert zu werden. Oder die Nacktmullen Kolonie, welche durch ein 70 m langes Glasröhrenlabyrinth beobachtet werden können. Diese Nagetiere wirken nicht sehr ansehnlich und sind blind. Ihr reges soziales Verhalten ist dafür umso interessanter.

Weitere Höhepunkte am Weg sind nicht nur die vielen beeindruckenden Kakteen, sondern auch ein Höhlengang mit der Gelegenheit Schlangen, Molche und Co. aus der Nähe zu betrachten.

Für das täglich geöffnete Wüstenhaus ist Eintritt zu zahlen.

Palmenhaus

Das Palmenhaus, welches im westlichen Teil des Schlossparkes zu finden ist, wurde 1882 fertiggestellt. In dem 111m langen Bau mit über 2500m² Grundfläche kann man zu jeder Jahreszeit unzählige Pflanzen aus drei Klimazonen betrachten. Dazu gehören verschiedenste Palmen, Orchideen, Kamelien und die vermutlich größte Seerose der Welt.

Für den Zutritt zum Palmenhaus wird eine Eintrittsgebühr verlangt. Aber selbst wenn Sie nicht in das Palmenhaus gehen, sollten Sie die wunderschöne Parklandschaft in diesem Bereich bei einem Spaziergang erkunden. Nördlich vom Palmenhaus findet man den gepflegten Palmenhausgarten und im Süden Richtung Tiergarten den Japanischen Garten.

Römische Ruine

Die Römische Ruine ist eines der Top 10 Ziele, welches ohne Eintrittsgebühr besichtigt werden kann. Sie wurde 1778 als Ruinenbauwerk errichtet. Zur damaligen Zeit war das ein beliebtes Gestaltungselement und diente zur Untermalung der romantischen Szenerie in den Gärten.

Vor einem großen Rundbogen ist ein Bassin mit 2 Statuen in der Mitte angeordnet. Diese symbolisieren mit ihren Krügen die Flußgötter Donau und Enns.

In diesem Teil des Schlossparkes verlaufen sich die Menschenmengen und es geht etwas entspannter zu. Wer in ruhiger und romantischer Atmosphäre rasten will, sollte sich hier nach einer freien Bank umsehen.

In unmittelbarer Nähe der Ruine befindet sich, ein wenig versteckt hinter Strauchhecken, das Brunnenhaus des -Schönen Brunnen-. Seit dem 16. Jahrhundert ist dieser Brunnen bekannt und war der Namensgeber für Schloss Schönbrunn.

Obeliskbrunnen

Der Obeliskbrunnen liegt im östlichen Bereich des Schlossparkes und kann kostenlos besichtigt werden. Der Obelisk wird durch 4 Schildkröten Skulpturen getragen, die auf einem Podest stehen. Unter dem Podest ist ein Grottenberg mit Flussgöttern dargestellt, aus denen sich das Wasser zu den Brunnen Betriebszeiten mit lautem Getöse in die Wasserbecken ergießt.

An der Spitze des Obelisk, der mit dem Brunnen insgesamt ca. 31 m hoch ist, steht ein Adler auf einer Sonnenkugel. Als der Brunnen 1777 errichtet wurde, sollte vermutlich durch den Obelisk und den Adler der dauerhafte Anspruch der Habsburger auf die Krone mit diesem Denkmal in Wien symbolisiert werden.

Wie von anderen Bereichen im Park führt auch hier eine gerade Allee vom Obeliskbrunnen direkt zum Schloss. In der Mitte dieser Allee findet man eines der beiden großen Rundbassins vom Schlosspark, in dessen Zentrum jeweils eine Brunnenskulptur platziert ist.

Kronprinzgarten

Direkt neben dem Schloss Schönbrunn, auf der Ostseite, befindet sich der Kronprinzgarten. Der Namen entstand durch ein Appartement, welches um das Jahr 1870 an dieser Seite des Schlosses für Kronprinz Rudolf angelegt wurde.

Im heutigen Garten ist die barocke Gestaltung aus dem 18. Jahrhundert nachempfunden. Zierlich und kurz geschnittene Buchsbaumhecken umrahmen fein säuberlich gesetzte Blumenbeete und Felder aus farbigen Steinen.

Der Garten ist umgeben von einem Laubengang, der mit Wildem Wein bewachsen ist. Der Laubengang wird von einigen Pavillons und einer modernen Aussichtsplattform unterbrochen, von der man die Formen der Beete von oben bewundern kann.

Für den Kronprinzengarten, welcher täglich von Mitte März bis Anfang November geöffnet ist, wird eine Eintrittsgebühr verlangt.

Wer dafür keinen Eintritt zahlen aber dennoch nahe dem Schloss Gartenkunst bewundern will, kann durch den Kammergarten spazieren. Dieser liegt direkt im Anschluss an der Westfassade und ist auf jeden Fall auch einen Besuch wert, obwohl er bei weitem nicht so penibel und aufwendig gestaltet ist.

¹) © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

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