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Stern 10 Oper Wien
Imposantes Gebäude
im Zentrum

Erreichbarkeit:
U-Bahn U1, U2 und U4 Station Karlsplatz

Öffnungszeiten:
Der Kartenvorverkauf ist direkt in den Arkaden am Herbert von Karajan Platz und hat Montag bis Samstag von 9.00 Uhr bis eine Stunde vor den Vorstellungen geöffnet. Samstag von 9.00 - 17.00 Uhr geöffnet und an Sonntagen und Feiertagen geschlossen.

Tipp:
Führung durch die prunkvollen Räume vom Operngebäude mit einer Dauer von ca. 1 Stunde um ca. 9 Euro. Details dazu weiter unten.

Die Oper Wien (C1) gilt nicht nur als das -Erstes Haus am Ring- und somit als imposantes Gebäude an der Ringstraße, sondern als weltweit bedeutendes Opernhaus. Auf 1.709 Sitz- und 567 Stehplätzen kann das Publikum allabendlich Opernvorstellungen, Ballettabende, manchmal Konzerte und ein Mal im Jahr eine Operette - nämlich die "Fledermaus" als traditionelle Silvestervorstellung - in der Staatsoper im Zentrum von Wien genießen.

Weltberühmt sind auch die Wiener Philharmoniker welche sich nur aus Mitgliedern des Staatsopernorchesters zusammensetzten. Eine mehrjährige Mitgliedschaft ist Voraussetzung für die Aufnahme zu den Wiener Philharmoniker. Deren traditionelles Neujahrskonzert wird allerdings im Musikvereinssaal gespielt und von dort in über 70 Länder übertragen.

Nicht minder bekannt ist der Wiener Opernball, welcher von Prominenz aus aller Welt - speziell Künstlern sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft - besucht wird. Am letzten Donnerstag im Fasching verwandelt sich das Innere des Gebäudes in einen prunkvollen Ballsaal für mehr als 5.000 Gäste. Üppiger Blumenschmuck, der Dresscode (Frackzwang für Herren und großes Abendkleid für Damen ist Pflicht) und die glamouröse Eröffnung durch das Jungdamen- und Jungherrenkomitee machen diesen Ball zum begehrtesten Event der High Society.

Geschichte:

Bereits die Eröffnung des Operngebäudes in Wien im Mai 1869 wurde durch höchste Prominenz vorgenommen: nämlich von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph. Aufgeführt wurde als Prämiere -Don Juan- von Wolfangang Amadeus Mozart. Die beiden für den Bau verantwortlichen Architekten, August von Sicardsburg und Eduard von der Nüll, erlebten diesen Tag nicht mehr. Sicardsburg erlag kurz davor einem Schlaganfall, der für die Innendekoration verantwortliche van der Nüll beging Selbstmord.

Zum ersten künstlerischen Hoch verhalf der Operndirektor Gustav Mahler dem Haus. Leider folgte auf diese ruhmreiche Zeit während dem zweiten Weltkrieg ein düsteres Kapitel. Das Regime des Nationalsozialismus untersagte die Aufführung unzähliger Werke, Ensemblemitglieder wurden vertrieben oder ermordet. Ein Bombentreffer beschädigte das Bauwerk 1945 schwer, der Wiederaufbau dauerte 10 Jahre und die glanzvolle Neueröffnung erfolgte mit Beethovens -Fidelio-.

Nur die ringstraßenseitige Vorderfront mit der Fassade im Renaissance-Bogenstil samt Hauptvestibül, Feststiege und dem "Schwind-Foyer" im ersten Stock trotzten dem Bombentreffer und lassen heute noch den ursprünglichen Stil des Historismus erahnen. Auch der Teesalon befindet sich im historischen Trakt und verbindet die Feststiege mit der Mittelloge. Bei Staatsbesuchen dient dieser Prunkraum heute als adäquater Pausenraum, ehemals war der Teesalon den Besuchern des kaiserlichen Hofes vorbehalten.

Führungen:

Für ca. 9 Euro kann man an einer rund 1stündigen Führung durch die Staatsoper teilnehmen und so kostengünstig über die Marmorstiegen gehen oder einen Blick in die Mittelloge werfen. Meist gibt es zumindest 2 Führungen pro Tag in verschiedenen Sprachen, die Termine findet man auf der Homepage unter dem Menüpunkt -Ihr Besuch- (Link weiter unten). Die Tickets sind direkt im Foyer erhältlich.
Auf diese Weise kommt man nahe an die Bühne heran, auf der die berühmtesten Opernsänger (von Maria Callas bis Anna Netrebko, von Luciano Pavarotti bis Placido Domingo) standen sowie an das Dirigentenpult, an welchem schon Herbert von Karajan dirigierte (und das Haus auch als Direktor von 1956 bis 1964 leitete).

Weitere Infos über die Oper Wien, Tickets für Aufführungen und Führungen sowie für den Wiener Opernball unter:
www.wiener-staatsoper.at

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