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Stern 8 Graben Wien
Prachtstrasse mit
Pestsäule

Erreichbarkeit:
U-Bahn U1 und U3 Station Stephansplatz

Geschäftsöffnungszeiten:
Montag - Freitag: üblicherweise von 10:00 bis 20:00 Uhr, Samstag: 9:30 bis 18:00 Uhr. Teilweise sind die Geschäft aber auch schon ab 8:00 oder 9:00 Uhr geöffnet und schließen deshalb schon ab 18:00 Uhr.

Tipp:
Unübliche und sehenswerte H&M Filiale in den prachtvollen Räumlichkeiten eines ehemaligen Hof-Herrenausstatters am Graben Nr. 8.

Der Graben Wien (C3) ist eine exklusive und pulsierende Fußgängerzone im Herzen der Innenstadt mit einer Pestsäule. Begrenzt wird der bereits auf die Römerzeit zurückgehende Straßenzug von nicht minder bekannten Gassen, Straßen und Plätzen, die ebenfalls für das typische Flair, elegante Tradition und Gourmet-Genuss stehen: Stephansplatz, Kohlmarkt, Naglergasse, Tuchlauben und Petersplatz.

Besucherinfo:

Die Prachtstrasse beherbergt in ihren meist aus dem 17. oder 18. Jahrhundert stammenden Gebäuden die feinsten Traditionsgeschäfte von Wien, die bereits als "Hoflieferanten" des Kaisers bekannt waren. Hierzu zählen u.a. die Porzellanmanufaktur Augarten, der Hofjuwelier Heldwein oder auch der Hof-Parfumeur Nägele & Strubell. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Hof-Herrenausstatters Braun ist heute eine exklusive Filiale von H&M untergebracht, das historisch-edle Interieur blieb erhalten.
Zwischen all den Geschäften finden sich auch reichlich Kaffeehäuser und Restaurants. Besonders in den Seitengassen entdeckt man viele kleine Lokale. In der Dorotheergasse ist zum Beispiel das Kaffeehaus Hawelka seit 1939 als Wiener Institution bekannt wo man auch manchmal prominente Künstler in einer urigen Atmosphäre antreffen kann.
Für Feinschmecker empfehlenswert ist die Filiale von Julius Meinl am Ende des Grabens (Ecke Naglergasse). Der Gourmet-Supermarkt führt exquisite österreichische und internationale Lebensmittel. Hier wird Einkaufen zu Erlebnis und ein essbares Souvenir aus Wien ist in Windeseile gefunden. Bekannt wurde Julius Meinl auch mit seinem ausgezeichneten Kaffee, welchen man im angeschlossenen Kaffeehaus mit Blick auf die Prachtstrasse genießen kann. Im Untergeschoss befindet sich der gut sortierte Weinkeller mit der Weinbar.

Geschichte:

Der Graben wurde schon während der Monarchie durch die Nähe zur Hofburg als exklusive Einkaufsstraße geschätzt. Ausschließlich als Fußgängerzone wird er jedoch erst seit den 1970er-Jahren genutzt. Bei einem Spaziergang kann man auch viel besser die wunderschönen Bauwerke wie z.B. das Palais Equitable, den denkmalgeschützten Grabenhof oder auch den Josefs- und Leopoldsbrunnen auf sich wirken lassen.
Die erste Pestsäule in Wien wurde 1679 zum Höhepunkt der Pest aufgestellt und bestand damals noch aus Holz. Erst nach der Pest und der Türkenbelagerung wurde der lange geplante und öfters verschobene Neubau der Pestsäule aus Marmor im Jahr 1694 fertiggestellt.
Von einem der Brunnen gibt es bereits aus dem Jahr 1455 Aufzeichnungen, denn damals wurde vom Hofburggarten das Wasser zum Graben geleitet. Die Brunnennutzung war klar für Löscheinsätze definiert, denn Feuersbrünste waren aufgrund der zu dieser Zeit in Holzbauweise errichteten Häuser leider keine Seltenheit.

Geschichte:

Später wurde die Bauten massiver und prunkvoller: erwähnenswert ist das 1891 von Architekt Streit für eine New Yorker Versicherungsanstalt errichtete Palais Equitable (Ecke Kärntnerstraße). Die Fassade des Palais ist reichlich verziert, Stiegenhaus und Vestibül wurden mit Marmor gestaltet, am Dach befindet sich der amerikanische Adler. Auf der Eingangstüre ist in Form von Bronzereliefs die Sage vom Stock im Eisen dargestellt, der Stock im Eisen selbst (urkundlich erstmals erwähnt wurde die zweiwipfelige Fichte aus dem Mittelalter, welche flächendeckend mit Nägeln beschlagen wurde, erstmals 1533) ist in einer Nische an der Ecke zur Kärntnerstrasse zu sehen.

Zum Flanieren eignet sich der Graben in Wien das ganze Jahr über. Im Sommer kann man in einem der zahlreichen Außenbereiche der Cafès Rast machen und das geschäftige Treiben in dieser Prachtstrasse beobachten. In der Adventzeit wird mit aufwändiger Weihnachtsbeleuchtung das exklusive Flair des Grabens Wien unterstrichen.

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